
KoGoMo Phase II Schlussbericht.
Stärkung der kommunalen Governance für die Umsetzung von neuen Mobilitätsangeboten in Kooperation mit privaten Anbietern
Ein Projekt der Fördermaßnahme „MobilitätsWerkStadt 2025“ (Förderkennzeichen 01UV2122A-E;
Laufzeit: 01.08.2021-31.07.2024)
Research Report 2025
Das Projekt KoGoMo zielt darauf ab, die kommunale Steuerungsfähigkeit gegenüber privatwirtschaftlichen Sharing- und Mobilitätsanbietern zu stärken und Kooperationen zu fördern, um nachhaltige Mobilitätsangebote in städtischen Räumen zu etablieren. Im Rahmen eines Reallabors im Hamburger Bezirk Harburg wurden verschiedene neue Mobilitätsprodukte erfolgreich implementiert. Dazu zählt der Ausbau des Carsharing-Angebots in Zusammenarbeit mit der Hochbahn, wobei 13 hvv switch-Mobilitätspunkte eingerichtet wurden, die auch stationsunabhängige Carsharing-Anbieter bedienen. Ergänzend wurden Pilotprojekte mit den Anbietern Cambio und Dorfstromer für stationsbasiertes Carsharing mit einer Mindestumsatzgarantie initiiert, um die Wirtschaftlichkeit in der Anfangsphase zu sichern. Zudem wurde ein Cargobike-Verleih mit stundenweiser Ausleihe in der Harburger Innenstadt etabliert, dessen Nutzerstruktur durch die TUHH evaluiert wurde. Ein On-Demand-Dienst von hvv hop wurde ebenfalls eingeführt, während Simulationen für einen MOIA Ridepooling-Service zeigten, dass dieser im Gebiet nicht realisierbar ist. Die enge Zusammenarbeit zwischen Bezirksamt Harburg, TUHH und der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende ermöglichte eine strukturierte und beschleunigte Standortplanung und den sukzessiven Ausbau der Mobilitätsangebote. Die im Projekt entwickelten Angebote werden über die Projektlaufzeit hinaus fortgeführt und haben positive Resonanz in der Bevölkerung erfahren, auch wenn sich das Mobilitätsverhalten bislang noch nicht signifikant verändert hat. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in eine Governance-Strategie ein, die als Leitfaden für andere Bezirke und Kommunen dienen soll, um die Einführung nachhaltiger Mobilitätsangebote zu erleichtern und die Projekterfolge zu übertragen.
zum Bericht auf TUHH Open Research (TORE),
ein Service der Universitätsbibliothek der Technischen Universität Hamburg:
https://hdl.handle.net/11420/60344

Neue Mobilitätsangebote als Teil der kommunalen Mobilitätslandschaft: Grundlagen für die kooperative Zusammenarbeit der Akteure
1. Werkstattbericht aus dem Projekt KoGoMo mit Ergebnissen der Projektphase I.
ECTL Working Paper, Band 56
Das Spannungsfeld zwischen privaten Anbietern, kommunalen Zielen und einem aus der Perspektive von Nutzerinnen und Nutzern optimierten Mobilitätsangebot ist das Thema des BMBF-geförderten Forschungsprojektes „Stärkung der kommunalen Governance für die Umsetzung von neuen Mobilitätsangeboten in Kooperation mit privaten Anbietern“ (Projektakronym: KoGoMo). Das Projekt geht davon aus, dass Kommunen eine zentrale und aktive Rolle bei der sozial-ökologischen Gestaltung und Diffusion der privatwirtschaftlichen Angebote der Neuen Mobilität einnehmen können und sollen. Das zentrale Ziel des Projektes ist es daher, die kommunale Steuerungsfähigkeit gegenüber privatwirtschaftlichen Mobilitätsanbietern zu stärken sowie Kooperationen mit ihnen zu fördern, um leichter auf eine Mobilitätslandschaft hinwirken zu können, die den Nachhaltigkeitszielen entspricht.
zum Bericht auf TUHH Open Research (TORE),
ein Service der Universitätsbibliothek der Technischen Universität Hamburg:
Zitierlink: https://doi.org/10.15480/882.4245