GitHub

GitHub ist mittlerweile zu einer Institution im Netz geworden. Das profitorientierte Unternehmen aus den USA stellt mittlerweile für zahlreiche große Softwareprojekte eine Plattform zu Verfügung, auf der kollaborativ Code und Text geschrieben wird. 2018 wurde es von Microsoft gekauft.

Einige Beispiele, die sich im Kontext von offener Forschung auf GitHub finden:

  • Science. Übersicht von Softwareprojekten aus der wissenschaftlichen Community
  • Open Data. Übersicht von Datenprojekten
  • Open source organizations. Übersicht von Unternehmen, die sich im Open-Source-Bereich engagieren.

Git, das Fundament von GitHub

GitHub wäre nichts, wenn es nicht die Software Git gäbe. 2005 von Linus Torvalds entwickelt, ermöglicht die Software, Veränderungen an textbasierten Dateien zu verfolgen. Mit ihr kann das konfliktfreie Zusammenführen von Beiträgen vieler Beteiligter organisiert werden. Git wird auf dem eigenen Rechner installiert und kann über die Kommandozeile, aber auch über grafische Benutzeroberflächen wie GitKraken oder Tower bedient werden.

Eine genaue Übersicht der Charakteristika der Software findet sich im Netz.

Kollaborieren mit GitHub

Der Einstieg in die Konzepte von GitHub muss nicht sofort über die Arbeit mit einer lokalen Git-Installation erfolgen4. Um ein neues Code- oder Schreibprojekt auf GitHub zu starten oder ein vorhandenes zu forken, ist nur ein kostenloser Account bei GitHub erforderlich5. Die Hilfeseiten bieten eine sehr gute Einführung in die Arbeit mit GitHub.

Im O’Reilly-Verlag sind einige nennenswerte Publikationen erschienen, die die Arbeit mit Git und GitHub zum Gegenstand machen (s. Referenzen).

Teilen und Tauschen mit GitHub

Die breite Nutzung von GitHub für die Kollaboration an Code- und Textprojekten kann als Indikator gesehen werden, dass sich Lehrende wie Forschende mit dieser Technik des Teilens und Tauschens auseinandersetzen sollten.

Durch die zeichengenaue Verfolgung von Änderungen ermöglicht Git einen Grad an Transparenz bei allem Gemessenen und Geschriebenen, der besonders um Open-Science-Umfeld willkommen geheißen wird.

Wie lernen?

Wer mit Git arbeitet, weiß, dass die Lernkurve sehr steil sein kann. Ein Einstieg über die Weboberflächen ist dringend zu empfehlen, da sich in einem Lehr-/Lernsetting die Situationen gut vermeiden lassen, in denen eine lokale Git-Installation zwingend notwendig ist.

Es wäre sinnvoll, wenn sich an der TUHH eine Arbeitsgemeinschaft findet, die die Arbeit mit Git zum Gegenstand hat und gemeinsam Fragen und Probleme klärt. Ein Ort im Netz könnte die neue Lerncommunity der TUHH sein.

Referenzen

  • Demaree, D. (2016). Git for Humans. A Book Apart. Zugriff am 5.2.2017. Verfügbar unter: https://abookapart.com/products/git-for-humans
  • Bell, P. (2015). Introducing Github: A Non-Technical Guide. Sebastopol, CA: O’Reilly Media Inc.
  • Buffalo, V. (2015). Bioinformatics Data Skills (First edition.). Sebastopol, CA: O’Reilly.
  • Hogbin Westby, E.J. (2015). Git for Teams. Sebastopol: O’Reilly.

  1. Die meisten der Konzepte, die GitHub zugrunde liegen, gelten auch für GitLab.

  2. Für wissenschaftliches Personal und Studierende hat GitHub ein umfangreiches und attraktives Programm zu bieten.