Unsere Tipps für Mitarbeitende
Vielen Dank, dass Sie Ihre Türen für eine Schülergruppe öffnen! Solche Besuche geben Jugendlichen wertvolle Einblicke in die Arbeitswelt. Sie selbst sind dabei wichtige Vorbilder: Ihre Erfahrungen, Tipps zur Ausbildung und persönliche Einblicke wirken auf Jugendliche oft besonders authentisch und motivierend.
Die Schüler*innen haben sich bereits im Unterricht vorbereitet und präsentieren zu Beginn des Besuchs ihre Ergebnisse über Ihr Unternehmen. Danach folgen in der Regel eine Unternehmensführung und praktische Einblicke (hier haben die für den Besuch verantwortlichen Mitarbeitenden freie Hand über die Abläufe, wir haben lediglich ein paar Empfehlungen für Sie).
Damit der Besuch für alle Beteiligten gelingt, finden Sie hier einige hilfreiche Tipps.
Vorab-Infos zu Eurer NachwuchsCampus-Kooperation
Infos und Tipps für die Unternehmens-Ansprechpartner*innen im NachwuchsCampus-Projekt:
Infos und Tipps für Mitarbeitende, die den Unternehmensbesuch begleiten:

Das ist das NachwuchsCampus-Projekt:
👉 ein ausbildungs- und studienorientierendes Kooperationsprojekt, das Schulklassen und Unternehmen zusammenbringt.
👉 Ihr Unternehmen möchte Jugendliche für Ausbildungsberufe praxisnah mit viel Austausch begeistern – und Mitarbeitende und Azubis können helfen!
👉 Im Herbst hat das Projektteam nach den Wünschen des Unternehmens eine passende Kooperation gefunden (Stadtteilschule oder Gymnasium, Mittel- oder Oberstufe). Absprachen zwischen den Ansprechpartnern des Unternehmens und der Schule haben im Anschluss stattgefunden.
👉 Die Schüler*innen haben sich im Unterricht mit NachwuchsCampus-Material auf Ihr Unternehmen und die Branche vorbereitet: Viele machen Praxiseinheiten in der Schule, die zu den Ausbildungsberufen und Tätigkeiten passen.
👉 Die Schüler*innen bekamen zudem eine wichtige Aufgabe zur Vorbereitung auf die Kooperation:
🗨️ Sie sollten eine Präsentation vorbereiten, die über Ihr Unternehmen geht.
Diese Präsentation werden die Schüler*innen bei Ihnen im Unternehmen halten, wenn Sie nichts anderes mit der Lehrkraft vereinbart haben (Auch ein Schulbesuch Ihrerseits mit Präsentationen in der Schule wäre möglich, wenn Sie für einen Unternehmensbesuch zeitliche Grenzen haben). Sie und Ihre Kolleg*innen und Azubis sind herzlich dazu eingeladen, Feedback zu geben!
Weitere Informationen zum NachwuchsCampus-Projekt finden Sie hier.
Infos und Tipps für die Unternehmens-Ansprechpartner*innen im NachwuchsCampus-Projekt:

Wie bereitet man sich auf ein Bewerbungsgespräch vor? Damit die Schüler*innen im NachwuchsCampus sich darin erproben können, sollen sie eine Präsentation vorbereiten, die über Ihr Unternehmen geht. Die Schüler*innen sind dadurch schon im Vorwege über Ihr Unternehmen informiert, sind neugierig, ob Ihre Vorstellung vom Unternehmen in der Realität stimmt und wissen im Idealfall schon, was sie interessiert.
Für Sie sind die Vorträge eine einmalige Gelegenheit, zu erfahren, wie das Unternehmen und die Ausbildungsberufe bei der jugendlichen Zielgruppe ankommt und wie man sich eventuell noch attraktiver für zukünftige Azubis machen kann!
Die Schüler*innen erhalten vom NachwuchsCampus erstellte Recherchekarten, die ihnen helfen sollen, nach den richtigen Informationen zu suchen. Je nach Unternehmen werden folgende Themen vorgeschlagen:

Die 14- bis 18-jährigen Schüler*innen sind in der Regel sehr aufgeregt, in einer so ungewohnten Situation gerade Ihnen zu erzählen, was Sie so machen. Die Vorträge können aber sehr gute Eisbrecher sein und für einen Austausch auf Augenhöhe sorgen. Noch dazu kann Ihr Unternehmen erfahren, wie es bei den Jugendlichen und der Öffentlichkeit ankommt.
Damit die Vorträge möglichst entspannt für alle Beteiligten laufen, können Sie bereits vorher folgende Empfehlungen umsetzen:
- Wir empfehlen, die Vorträge zu Beginn der Begegnung stattfinden zu lassen. Die Schüler*innen sind meist sehr aufgeregt und können vor den Vorträgen nicht viel Neues aufnehmen. Auch können Sie vermeiden, dass Sie bei einer Vorstellungspräsentation des Unternehmens Inhalte vorwegnehmen, die die Jugendlichen präsentieren werden. In der Regel ist es im NachwuchsCampus-Projekt nicht nötig, vom Unternehmen erstellte Präsentationen zu halten, es sei denn, Inhalte konnten von den Jugendlichen nicht ausreichend erfasst werden.
- ein für die Besuchergruppe passender Raum muss gefunden und reserviert werden (dies kann ein Konferenzraum sein, muss es aber nicht. Wie hatten schon Vorträge im Produktionsraum einer Bäckerei, was sehr originell sein kann. Wichtig ist, dass es ruhig genug ist, damit die Jugendlichen gut gehört werden können. Auch ist es hilfreich, wenn kein Betrieb mit Nebengesprächen ist (z.B. die Kantine zur Frühstücks- oder Mittagszeit oder ein Durchgangsraum). Auch das kann stören.
- die in der Regel digitalen Präsentationen benötigen einen Rechner/Beamer/Monitor, auf dem sie abgespielt werden können. Besprechen Sie vorher mit der Lehrkraft, ob vor Ort ein Endgerät von Ihnen genutzt werden soll und ob USB-Sticks mitgebracht werden dürfen. Wir empfehlen, mit der Lehrkraft zu vereinbaren, dass die Präsentationsdateien ca. zwei Tage vor dem Unternehmensbesuch zugesendet werden. So können Sie prüfen, ob die Dateien ohne Formatierungsprobleme abgespielt werden können.
(Natürlich können Sie Ihre eigene Neugierde stillen und einen kleinen Blick auf die Vorträge werfen. Feedback und Korrekturvorschläge sollten Sie aber für die Vorträge vor Ort aufsparen.
- Informieren Sie rechtzeitig alle Azubis und Mitarbeitenden, die an dem Tag mit eingebunden werden sollen. Sie können die wichtigsten Punkte unserer Handreichung „Infos und Tipps für Mitarbeitende, die den Unternehmensbesuch begleiten“ oder der gesonderten Informationsseite für Azubis entnehmen. Es bewährt sich, wenn die Azubis und Mitarbeitenden, die später Teil des Programms sind, auch schon bei den Vorträgen dabei sind.
- Überlegen Sie gerne, auch in Absprache mit der Lehrkraft, welches Programm nach den Vorträgen passend wäre:
Gibt es einen Rundgang im Unternehmen? Kann die (Ausbildungs-)Werkstatt besucht werden? Gibt es die Möglichkeit, etwas Praktisches zu machen? Grundsätzlich gilt: Je mehr Praxis, desto besser!
📥 Ca. zwei Wochen vor dem Unternehmensbesuch wird sich das NachwuchsCampus-Team bei Ihnen und der Kooperationslehrkraft melden und alle wichtigen Punkte abfragen. Hierzu gehört auch die ungefähre Dauer der Vorträge, damit Sie das Anschlussprogramm besser planen können (In der Regel rechnen wir meist mit 60-90 Minuten inklusive Ihrem Feedback).
Wichtig bei der Kommunikation per Mail: Haben Sie immer auch die Kooperationslehrkraft und Frau Klose mit im CC, damit alle drei Stellen informiert sind: Unternehmen, Schule und NachwuchsCampus.

Je nach Kooperationsklasse können Sie eine Kleingruppe oder gar eine ganze Klasse zu Besuch haben.
Klären Sie im Vorfeld, ob die Gruppe aufgeteilt werden kann, damit möglichst alle Schüler*innen einen ungestörten Einblick in Eure Tätigkeitsfelder haben können.
Viele Unternehmen teilen große Gruppen auf, indem die eine Hälfte eine Führung macht, während die andere Gruppe eine praktische Einheit macht. Hierbei kann man mehrere Elemente miteinander verbinden und eine Art Stationslauf machen (z.B. Führung zeitgleich zu einem Werkstatt-Zirkel).
👉 Tipp: Die Abläufe der Stationen vorher zeitlich durchplanen / durchsprechen
Wichtig ist: die einzelnen Stationen sollten zeitlich möglichst gleich lang sein, damit es nicht zu „Stauungen“ kommt. Sprechen Sie auch mit den Kolleg*innen oder Azubis ab, die die andere(n) Gruppe(n) übernehmen, dass alle das gleiche Zeitfenster im Blick haben. Bei der Ausarbeitung der Stationen können Sie entweder selbst die Stationen planen oder die beteiligten Azubis und Mitarbeitenden selbst überlegen lassen, was sie spannend fänden und den Jugendlichen gerne zeigen möchten.
👉 Tipp: Binden Sie aktiv die Azubis bei der Planung ein! Sie sind die direkten Vorbilder für die Jugendlichen und kommen viel schneller und direkter mit den Schüler*innen in den Austausch als Erwachsene.
👉 Tipp: Am Besten schreiben Sie die Inhalte mit Kurzanleitung auf, denn falls eine Person krank wird kann kurzfristig jemand anderes einspringen.
👉 Tipp: Herausforderungen bei Stations-Parcours im Unternehmen bedenken
Sollten mehrere verschiedene Einheiten im Parcours mit mehreren kleinen Gruppen abgehalten werden, sollte vorher eine Reihenfolge festgelegt werden, an die sich die Teilgruppen halten.
Die Stationen sollten möglichst die gleiche Zeit in Anspruch nehmen, sodass es keine unnötigen Wartepausen gibt – es sei denn man möchte die Pausen für den Austausch zwischen den Schüler*innen und den Azubis/Mitarbeitenden nutzen.
Die Einrichtung eines Zeitwächters oder ein Timer können sicherstellen, dass rechtzeitig gewechselt wird. Bei längeren Wegen (zum Beispiel zwischen voneinander entfernt liegenden Werkstätten) diese Wegezeit mit einplanen – oder ohnehin etwas Zeit als Puffer mitdenken.

Die Lehrkraft der Schule und Sie als Hauptansprechpartner*in Ihres Unternehmens haben im November beim Kickoff den Besuchstermin vereinbart und Sie tun alles für eine gelungene Begegnung. Wie bei jedem Plan kann es immer wieder Abweichungen und Schwierigkeiten bei der Umsetzung geben – informieren Sie in diesem Fall die Lehrkraft und das NachwuchsCampus-Team, damit die Herausforderung gemeinsam gemeistert werden kann!
Das NachwuchsCampus-Team unterstützt Sie gerne bei der Planung und steht mit einem großen Erfahrungsschaft bei nahezu jeder individuellen Herausforderung an Ihrer Seite. Melden Sie sich also jederzeit und bestenfalls frühzeitig, sollten Schwierigkeiten auftauchen: nachwuchscampus@tuhh.de oder 040/30601 4559 (Ina Klose).
Infos und Tipps für Mitarbeitende, die den Unternehmensbesuch begleiten

Ihr Unternehmen öffnet seine Türen für eine Schülergruppe im NachwuchsCampus-Projekt, und Sie dürfen als Motivator*in Vorbild dabei sein! Solche Besuche geben Jugendlichen wertvolle Einblicke in die Arbeitswelt.
Ihre Erfahrungen, Tipps zur Ausbildung und persönliche Einblicke wirken auf Jugendliche oft besonders authentisch und motivierend.
Die Schüler*innen haben sich bereits im Unterricht vorbereitet und eine Präsentation zu folgenden möglichen Themen erstellt:

👉 Ihre Aufgabe ist es, als Expert*in den Präsentationen zuzuhören und Feedback zu geben.
Die Schüler*innen sind meist 14–18 Jahre alt und halten ihre Präsentation in einer ungewohnten Situation. Vielen ist am Anfang nicht ganz klar, dass die Vorträge ein sehr wirkungsvolles Instrument sind, um das Eis zu brechen, den Austausch zwischen den Schüler*innen und dem Unternehmen zu fördern, und Ihnen zu zeigen, was die Jugendlichen schon wissen und was nicht. Sie sind in erster Linie nervös, was man sofort versteht, wenn man sich in ihre Situation hineinversetzt.
Das hilft besonders:
- Freundlicher Einstieg: Ein paar ermutigende Worte zu Beginn lockern die Situation und nehmen die Aufregung.
- Volle Aufmerksamkeit: Hören Sie aktiv zu und zeigen Sie Ihre Wertschätzung.
- Konstruktives Feedback: Lob und konkrete Verbesserungsvorschläge stärken das Selbstvertrauen.
- Nachfragen stellen: Bei Unklarheiten können Sie nach Quellen oder Hintergründen fragen – das fördert den Austausch.
Bitte beachten:
- Die Bühne gehört den Schüler*innen. Schenken Sie ihnen Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Gespräche unter Kolleg*innen und Azubis sollten Sie möglichst vermeiden, denn selbst wenn der lustige Spruch untereinander mit den Vortragenden nichts zu tun hat, so verunsichert ein Lacher die Jugendlichen und lässt sie denken, sie werden ausgelacht.
Toll ist:
Sie werden merken, dass Sie durch die Vorträge eine aufmerksame und interessierte Gruppe zu Besuch haben. Nutzen Sie das Wissen, das sich die Schüler*innen erarbeitet haben, indem Sie im anschließenden Rundgang oder bei den Praxiseinheiten auf die Vorträge eingehen. Wenn Azubis und Mitarbeitende vor Ort aus den Vorträgen Impulse und Ideen aufnehmen können, die ihnen bei der späteren Führung und Praxiserprobung im Unternehmen helfen, steht einem gelungenen Unternehmensbesuch nichts mehr im Wege.
In Ihrem Unternehmen gibt es eine Ansprechperson oder ein kleines Team, das den Besuch vorbereitet und ein Programm vorbereitet hat. Die Abläufe können also durchaus variieren, in der Regel präsentieren die Schüler*innen jedoch zu Beginn des Besuchs ihre Ergebnisse über Euer Unternehmen. Danach folgen in der Regel eine Unternehmensführung und praktische Einblicke.
Bei Unsicherheiten:
Fragen Sie das NachwuchsCampus-Teammitglied, das den Besuch begleitet. Das Team ist geübt darin, mit unterschiedlichsten Situationen umzugehen und auch mal unangenehmere Dinge anzusprechen und zu klären.

Ihre Ansprechperson im Unternehmen hat Sie im Vorwege in das Programm nach dem Schüler*innenvortrag eingeplant und je nachdem haben Sie verschiedene Funktionen:
Betreuung einer Praxiseinheit
Wenn Sie in Stationen arbeiten und die Schüler*innen in kleinere Gruppen aufteilen, wurde vorher schon eine Reihenfolge der Stationen und ein grober Wechselplan erstellt, um unnötige Wartezeiten oder Hast zu vermeiden.
Tipp: Halten Sie sich an den Plan und kommunizieren Sie untereinander rechtzeitig, sollte es zu Verzögerungen kommen, sodass es keine unnötigen Wartepausen gibt – es sei denn, Sie nutzen diese aktiv durch einen netten Austausch zwischen den Schüler*innen und Ihnen.
Unternehmensführung
👉 Tipp: Keine langen Erklärungen in lauten / unruhigen Bereichen!
Gibt es bei Ihnen im Unternehmen Bereiche, die aufgrund des Betriebs sehr laut sind? Hier empfiehlt es sich, vorher an einer ruhigeren Stelle kurz zu erklären, was zu sehen sein wird und Erklärungen vorzunehmen, oder diese hintenan zu stellen. Direkt neben einer laufenden Maschine vor einer größeren Gruppe zu sprechen und zu versuchen, alle zu erreichen, kann auf Dauer anstrengend für die eigene Stimme werden.
👉 Tipp: Kolleg*innen zum „Pitch“ aufrufen
Wenn Sie zwischendurch Kolleg*innen trefft und diese eine Minute Zeit und Lust haben, kurz ihre Arbeit zu erklären, ist dies eine tolle Abwechslung – und Sie können kurz verschnaufen 😉
👉 Tipp: Bei der Führung die Berufsbilder vorstellen, die in den jeweiligen Bereichen arbeiten
Für Außenstehende sind die Einsatzgebiete der Mitarbeitenden in den einzelnen Bereichen nicht immer gleich ersichtlich. Erwähnen Sie deshalb gerne bei der Führung, welche Berufsbilder (und Ausbildungsberufe) überwiegend in dem jeweiligen Bereich zum Einsatz kommen. So entsteht bei den Jugendlichen schon einmal ein Bild vom möglichen zukünftigen Arbeitsplatz, wenn ein Ausbildungsberuf schon ins Auge gefasst wurde. Oder es wird ein Ausbildungsberuf in Erwägung gezogen, weil der Arbeitsplatz so gut gefällt.

Vielen Dank, dass Sie die Schüler*innen an Ihrem Arbeitsalltag teilhaben lassen – Sie können gar nichts falsch machen, solange Sie authentisch und offen bleiben. Wenn Sie zuhören, ermutigen und erklären, sind Sie die besten Vorbilder und ermutigen die Jugendlichen, sich bei Ihrem Unterehmen auf einen Praktikumsplatz oder für eine Ausbildung zu bewerben, weil sie sich bei Ihnen so wohl fühlen.
Erzählen Si gerne auch in Kürze von Ihrem Werdegang: Was waren Ihre Lieblingsfächer in der Schule und haben sie etwas mit Ihrem jetzigen Beruf zu tun? Wie sind Sie zu dem Unternehmen gekommen und wie lange sind Sie schon‘ hier? Was würden Sie Ihrem jüngeren Ich empfehlen, wenn Sie noch einmal nach einem Ausbildungsplatz suchen müssten?
Bei Unsicherheiten:
Fragen Sie das NachwuchsCampus-Teammitglied, das den Besuch begleitet. Das Team ist geübt darin, mit unterschiedlichsten Situationen umzugehen und auch mal unangenehmere Dinge anzusprechen und zu klären.